Hasselbach

Hasselbach - Aus dem Jahre 1306 stammt die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes, das von den Grafen im Niederlahngau auf die Pfalzgrafen und anschließend auf die Grafen von Isenburg-Limburg überging. Im frühen 15. Jahrhundert jedoch übernahmen die Trierer Erzbischöfe die Macht. Zeitweise ereilte Hasselbach sogar das Gemündener Schicksal eines geteilten Dorfes: ein Trierer Bischof gab ein Viertel des Dorfes an den Grafen von Nassau ab. Dass der trierische Besitz weitgehend in gleicher Hand blieb, ist für die Entwicklung Hasselbachs von großer Bedeutung. Denn alle lutherischen Reformationsbestrebungen perlten hier wirkungslos ab. Das Dorf ist heute noch eine katholische Enklave in einem ansonsten protestantischen Gebiet. Am 1. September 1442 erteilt Kaiser Friedrich III. sogar die Erlaubnis, das Dorf mit einer Mauer zu befestigen. Gleichzeitig wurde es von der Leibeigenschaft befreit. Allerdings war das Leben im "Freiflecken" irgendwann im 16. Jahrhundert zumindest teilweise wieder zu Ende. 1579 ist schon wieder von Frondiensten die Rede. Und 1803 schlug dem Dorf dann die Stunde der Vereinigung: Der Reichsdeputationshauptschluss löste alle geistlichen Staaten auf. Der Kurstaat Trier verschwand, seine Gebiete wurden verteilt und Hasselbach geriet unter nassauische Hoheit. Nach dem bescheidenen Wohlstand des 18. Jahrhunderts jedoch ging es mit dem Ort rapide bergab. 1847 wird sogar berichtet, dass in Hasselbach Armenbrot ausgeteilt wird. Schuld daran ist die starke Bevölkerungszunahme und Erbteilung, aber auch die klimabedingten Hungerjahre. Nicht wenige Familien wandern in dieser Zeit in die neue Welt aus. Und während 1882 der Gesangverein Eintracht und drei Jahre später der Gesangverein Liederkranz entstand, stürzte 1888 auch der letzte Turm der Befestigung von Schloss Hasselbach ein - was nicht weiter tragisch war, denn wehrhaft mussten die Hasselbacher nicht mehr sein. Tonangebend blieben in der weiteren Entwicklung des Dorfes bis heute allerdings die beiden umtriebigen Gesangvereine, die gemeinsam mit dem Frauensingkreis sowie dem Kinder- und Jugendchor für den Ruf von Hasselbach als Sängerdorf sorgen.

Quelle: Martha und Rudi Kaethner



Sehenswürdigkeiten
Katholische Pfarrkirche


Die Kirche St. Margarethe in Hasselbach ist
die einzige katholische Kirche in Weilrod. Sie
gehört zum Bistum Limburg. Einzigartig ist auch
der barocke Stil des Gotteshauses, das – nach
einem Brand – 1751 neu erbaut wurde. Dieser
ursprüngliche Barockstil, die schöne Farbgestaltung,
der imposante Hochaltar und die barocke
Orgel sind gut erhalten und sehr sehenswert.
Eine weitere Besonderheit der Kirche ist der
schiefe Turm, er ist aufgrund der Bauweise
aus Massiv- und Holzbauweise 40 Zentimeter
aus dem Lot geraten – zum Glück ohne ernste
Einsturzgefahr.

(Text: MeinWeilrod Broschüre, Eva Kinkel-Wilkens)

Vogelburg 


Papageien haben eine hohe Lebenserwartung von bis zu 80 Jahren. Die Vogelburg ist ein Heim,
Alterssitz und Pension für eine artgemäße Unterbringung und Haltung für Papageien aus ehemals
privater Haltung. Die liebevoll angelegte Burganlage beherbergt Papageien, Sittiche und Kakadus
aus aller Welt in großzügigen Volieren. Es gibt eine Papageien-Schule mit Vorführungen und ein
gastfreundliches Burgrestaurant mit einem Cafe-Garten. Ein wunderschönes Ausflugsziel und
Wohlfühloase für die ganze Familie.

(Text: MeinWeilrod Broschüre, Eva Kinkel-Wilkens)