Gemünden

Gemünden - In einem Talkessel gelegen, umgeben von Feldern und Wäldern. Urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1402. In der Dorfmitte ist der Zusammenfluss von Laubach und Sattelbach. Unwetter und Überschwemmungen sorgten in der Gründerzeit immer für Katastrophen. Eines der ältesten Wohnhäuser, das heute noch bewohnt ist, erbaut im Jahre 1648, trägt die Balkeninschrift: Ehret die Scholle, sie gibt uns das Brot. Landwirtschaft und Handwerksbetriebe garantierten das tägliche Einkommen der Bewohner. Schulische Ausbildung in der Volksschule, sowie einer Gewerbeschule, sorgten für das Wissen und Weiterbildung der Gemündener. Gasthäuser beherbergten viele Erholungssuchende.

Quelle: Martha und Rudi Kaethner



Sehenswürdigkeiten
Kirche und alte Schule


Das Gebäude zeigt eine originelle Verbindung beider Bauaufgaben und stammt aus dem Jahre 1839. Der zweistöckige Gebäudekomplex in seiner Urform, mit Glockentürmchen in der Mitte, Lehrerwohnung im Obergeschoß. Ein einstöckiger Seitenflügel zur Nutzung von Schulunterricht der Schuljahrgänge vom ersten bis achten Schuljahr. Ein weiterer einstöckiger Seitenflügel zum abhalten von Gottesdiensten.

Backhaus/Heimatmuseum


Das Heimatmuseum / Backhaus in Gemünden
ist das älteste Haus im Ort. Es ist ein Kulturdenkmal
und steht unter Denkmalschutz.
Das Gebäude war einst eine Kapelle, dann ein
Rathaus und wird heute als Heimatmuseum
genutzt. Im Inneren findet man sehenswerte
Fresken mit biblischen Motiven aus dem Neuen
und Alten Testament, die bei einer Neurenovierung
erst 1996 gefunden wurden und aus der
kirchlichen Nutzung als Kapelle im 14. Jahrhundert
stammen. Im Heimatmuseum der
Landfrauen kann man eine nette Auswahl an
historischen Objekten aus dem Leben in Haus
und Hof, der Feld- und der Handwerkerarbeit
besichtigen. Heute noch backen die Landfrauen
Brot in ihrem Backes.

Besichtungen nach telefonischer Vereinbarung bei Bruno Rühl 06083 1060.

(Text: MeinWeilrod-Broschüre Eva Kinkel-Wilkens)

Wassertretanlage


Gemündener Bürger erbauten im Jahren 1976 die erste Wassertretanlage in Weilrod. Damit wurde hier an die Heilkraft der Natur und an Vater Kneipp (1821 – 1897) erinnert. Die Wassertretanlage befindet sich am Naturparkplatz „Am Mai“ und ist somit zu Fuß oder mit Auto erreichbar. Sie ist jährlich sobald es die Temperaturen zulassen (meistens Mai) geöffnet und kann frei genutzt werden.