Altweilnau

Altweilnau - das ist ein malerischer Dorfkern, mit altem Fachwerk und verwinkelten Gässchen, eine Burgruine und eine alte Stadtmauer Überall ist ein mittelalterliches Flair gegenwärtig, das den Betrachter in seinen Bann zieht. Dass das Dorf unter Künstlern schon lange als Geheimtipp gilt, kommt da nicht von ungefähr. Der 1208 erstmals genannte Ort war Besitz der Grafen von Diez, die sich auch Grafen von Weilnau nannten. Durch Teilung der Herrschaft entstand 1302 der Ort Neuweilnau. Am 18. Mai 1336 erhielt Altweilnau für 9 Tage Stadtrechte, die allerdings auf Drängen des Neuweilnauer Nachbarn zurückgenommen wurden. 1388 fällt eine Hälfte an Nassau-Dillenburg; 1631 fällt der gesamte Besitz an Nassau-Weilburg. Von der Stadtbefestigung ist noch ein quadratischer Torturm aus dem Jahre 1340 mit steilem Walmdach erhalten. Bereits im 14. und 15. Jahrhundert hatten Eisenschmelzer ihre Rennöfen in den Wäldern betrieben, darunter auch eine Waldschmiede bei Altweilnau. Immer wieder buddelten die Menschen nach Erz im mittleren Weiltal. Davon zeugen noch heute viele Schürfungen, Abraumhalden, offene Stolleneingänge und Stollenreste, wie etwa der Weiltalstollen auf dem Niveau der Weilstraße unterhalb des Burgberges oder das seit 1593 bekannte "Kupfer-Blei-Bergwerk Königsholz". In diesem Industriezweig verdienten die Menschen sogar bis gegen Ende des ersten Weltkrieges ihr Auskommen. Heute hat sich das Dorf dem Fremdenverkehr zugewandt. Überregionale Bedeutung hat Altweilnau zum einen durch die Einrichtung des Golfplatzes erlangt. Aber auch ein äußerst umtriebiger Kultur- und Förderkreis der Burg Altweilnau e.V. sorgt nicht nur für die eine oder andere Veranstaltung, sondern auch für die Instandhaltung der alten Burganlage.

Quelle: Martha und Rudi Kaethner



Sehenswürdigkeiten
Burgruine
Burgruine Altweilnau


Sie wurde um 1203/04 angelegt und war 1631 bereits verfallen. Es handelt sich dabei um eine Ausläuferanlage mit regelmäßigem dreieckigen Bering. Der hohe runde Bergfried hat im Untergeschoß ein Kuppelgewölbe, das früher außerhalb der Burganlage endete. Die Burgruine Altweilnau ist öffentlich von April-Oktober und nach telefonischer Voranmeldung bei Kultur- und Förderkreis Burg Altweilnau e.V.

Altes Rathaus


Der kleine Fachwerkbau mit Dachreiter entstand um 1700. Heute ist dort das JUZ sowie das Backes untergebracht.

Bayrhoffer Brunnen


Der Bayrhoffer Brunnen liegt auf dem Gebiet des Friedwalds in Weilrod-Altweilnau und ist ein in Stein gefasster Brunnen (1840), der nach dem Frankfurter Maler und Naturforscher Wilhelm Bayrhoffer benannt wurde. Die Kirchengemeinde Altweilnau nutzt den Brunnen einmal im Jahr zu einem Taufgottesdienst mitten in der Natur.