Finsternthal

Finsternthal - 1230 findet das Dorf seine Ersterwähnung. Es gehörte zu jenen Besitztümern, die Heinrich II. von Nassau dem 1188 gegründeten Deutschen Ritterorden übertrug. Nach mehreren Besitzerwechseln fiel es nach dem Dreißigjährigen Krieg an die Grafen von Nassau. Wehrhaft waren die Finsternthaler allerdings schon immer, sei es in kirchlichen Angelegenheiten, wo sie immer wieder nach Autonomie strebten und lieber die im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Wallfahrtskirche zu Landstein aufbauen wollten, statt nach Altweilnau zu pfarren, sei es in weltlichen Angelegenheiten: das kleine Dorf, das sich in der engen Talsohle nur schwer ausbreiten konnte, zankte sich immer wieder mit den umliegenden Dörfern, vornehmlich wegen unberechtigter Weidegänge. Selbst militärische Auseinandersetzungen konnten daran nichts ändern. Tapfer kämpften die Finsternthaler für ihre Rechte weiter, auch nachdem das Dorf während der verschiedenen Kriege weitgehend zerstört und verwaist war. 1790 bauten sie ihr Rathaus, das heute, nach einer Grundsanierung zum Schmuckstück des Dorfes avancierte, mit einem Sitzungsraum und einem historischen Backhaus, das früher auch Milchsammelstelle war. An die alte Viehtränke erinnert heute ein gusseiserner Brunnen, wo Ruhebänke zum Verweilen einladen. Sein Waldreichtum führte besonders in der Nachkriegszeit zu relativem Wohlstand: die Finsternthaler konnten sich den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses leisten, ohne Schulden zu machen.

Quelle: Martha und Rudi Kaethner



Sehenswürdigkeiten



Altes Rathaus


Das Alte Rathaus stammt aus dem Jahr 1790. 1993/94 erfolgte die letzte Sanierung. Das dekorative Fachwerkgebäude enthält auch das Backhaus oder mundartlich Backes.