Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins und Bürgermeister der Gemeinde Weilrod, Götz Esser (FWG), begrüßte die anwesenden Mitglieder herzlich und zeigte sich erfreut über die positive Entwicklung des Vereins. Besonders hob er hervor, dass die Zahl der Mitglieder in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sei. „Das ist ein schönes Zeichen dafür, dass unser Partnerschaftsverein mitten in Weilrod angekommen ist und immer mehr Menschen den Wert von Freundschaft, Austausch und gelebtem Europa erkennen“, so Esser zu Beginn der Versammlung. Unter den Gästen begrüßte er auch den Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Matthias Rumpf (FWG), der ebenfalls ein kurzes positives Feedback zu den bisherigen Aktivitäten des Vereins gab.
Im weiteren Verlauf der Versammlung standen die Berichte aus den einzelnen Partnerschaftsbereichen im Mittelpunkt. Für die Verbindung zur französischen Partnergemeinde Billy‑Berclau berichtete die stellvertretende Vorsitzende Isabelle Rumpf über die zahlreichen Begegnungen des vergangenen Jahres. Besonders in Erinnerung geblieben sei der Besuch einer Delegation aus Weilrod in der nordfranzösischen Gemeinde. „Der Austausch war wieder geprägt von großer Herzlichkeit und vielen persönlichen Begegnungen. Genau das macht unsere Partnerschaft aus“, betonte sie in ihrem Bericht. Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass die Partnerschaft zwischen Billy‑Berclau und Weilrod inzwischen auf eine 25‑jährige Geschichte zurückblicken kann. Sie wurde einst von dem damaligen Weilroder Bürgermeister Hartmut Haibach gemeinsam mit Daniel Delquart aus Billy‑Berclau ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einer festen und lebendigen Brücke zwischen den Menschen beider Gemeinden entwickelt.
Auch über die Partnerschaft mit der thüringischen Landgemeinde Drei Gleichen wurde berichtet. Der stellvertretende Vorsitzende Jörg Hill schilderte den intensiven Austausch zwischen beiden Gemeinden im vergangenen Jahr. Besonders erinnerte er an den zweitägigen Besuch der Verwaltung der Gemeinde Drei Gleichen in Weilrod. Dabei erhielten die Gäste vielfältige Einblicke in kommunale Projekte und Einrichtungen – darunter der neue Bauhof, die Wasserwerke sowie die regionalen Windkraftanlagen.
Auch kulturelle und historische Orte standen auf dem Programm, darunter die renovierte Klosterruine Landstein. Ein besonderer Höhepunkt war zudem die Vorführung des ältesten Feuerwehrfahrzeugs der Gemeinde Weilrod – des historischen Wasserwerfers. Aus dieser Begegnung entstand spontan die Idee, dieses besondere Fahrzeug auch beim Jubiläum „150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Mühlberg“ in der Gemeinde Drei Gleichen zu präsentieren. Rund 25 Feuerwehrangehörige aus Weilrod machten sich schließlich auf den Weg nach Thüringen und sorgten dort für große Begeisterung.
„Gerade auch der Austausch mit der Landgemeinde Drei Gleichen zeigt, wie wertvoll kommunale Partnerschaften sind. Wenn Verwaltungen, Vereine und Feuerwehren sich gegenseitig besuchen, voneinander lernen und gemeinsam feiern, entstehen nicht nur neue Ideen, sondern auch echte Freundschaften. Genau diese persönlichen Begegnungen sind das Fundament einer lebendigen Partnerschaft.“
— so Jörg Hill, stellvertretender Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Weilrod
Neben den Rückblicken richtete sich der Blick der Versammlung auch nach vorne. Ein Thema war dabei der Europatag, der im vergangenen Jahr in Glashütten‑Schlossborn stattfand. Der diesjährige Europatag wird am 9. Mai in Steinbach im Taunus ausgerichtet. Die Mitglieder des Partnerschaftsvereins freuen sich bereits darauf, dort Delegationen aus Frankreich und Thüringen zu treffen und gemeinsam ein Zeichen für die europäische Verständigung zu setzen. Gleichzeitig hoffen die Mitglieder, dass auch viele Bürgerinnen und Bürger aus Weilrod den Weg nach Steinbach finden und vielleicht selbst Interesse an einer Mitgliedschaft im Partnerschaftsverein entwickeln.
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres wird der traditionelle Austausch mit der französischen Partnergemeinde sein, der wie gewohnt an Christi Himmelfahrt stattfindet. In diesem Jahr hat das Treffen jedoch eine besondere Bedeutung: Die Partnerschaft zwischen Billy‑Berclau und Weilrod feiert ihr 25‑jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wird der Austausch in einem größeren Rahmen stattfinden und mit einem gemeinsamen Partnerschaftsfest für Mitglieder und Gastfamilien im frisch renovierten Felsenkeller in Rod an der Weil seinen festlichen Abschluss finden.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt waren die turnusmäßigen Vorstandswahlen. Dabei zeigte sich große Kontinuität in der Vereinsführung. Bürgermeister Götz Esser wurde erneut zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite stehen weiterhin Isabelle Rumpf als stellvertretende Vorsitzende für die Partnerschaft mit Billy‑Berclau sowie Jörg Hill als stellvertretender Vorsitzender für die Verbindung zur thüringischen Landgemeinde Drei Gleichen.
Auch in den weiteren Funktionen gab es überwiegend Bestätigungen: Christian Hübschen wurde erneut zum Kassierer gewählt, sein Stellvertreter bleibt Mathias Habermann. Das Amt des Schriftführers übernimmt weiterhin Dominik Euler, unterstützt von der stellvertretenden Schriftführerin Martina Humez.
Eine Veränderung gab es bei den Beisitzern. Karsten Müller, der sich künftig stärker auf seine Aufgaben als Touristikberater der Gemeinde Weilrod konzentrieren möchte, stellte sein Amt zur Verfügung. Ihm folgt seine Ehefrau Carola Müller, die künftig im Vorstand mitarbeiten wird. Wiedergewählt wurde zudem Sylvia Knickmann als Beisitzerin. Neu in den Vorstand gewählt wurde außerdem Armin Hasselbächer, der das Team künftig als weiterer Beisitzer unterstützt.
Unter dem Punkt „Sonstiges“ wurde schließlich auch der Jugendaustausch zwischen Billy‑Berclau und Weilrod thematisiert. Die Mehrgenerationenbeauftragte der Gemeinde Weilrod, Anna Habermann, berichtete von vielen positiven Erfahrungen aus den vergangenen Begegnungen. Durch den Austausch seien zahlreiche neue Freundschaften entstanden. Diese persönlichen Kontakte seien ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Partnerschaften. Ziel sei es, auch junge Menschen stärker einzubinden und so langfristig neue Mitglieder für die Partnerschaftsvereine sowohl in Frankreich als auch in Deutschland zu gewinnen.
Bei angenehmen Gesprächen und in freundschaftlicher Atmosphäre klang der Abend schließlich aus. Die Mitglieder des Partnerschaftsvereins blicken nun mit großer Vorfreude auf die kommenden Begegnungen und Veranstaltungen – allen voran auf den Europatag in Steinbach sowie auf das Jubiläumsjahr der Partnerschaft mit Billy‑Berclau. Die Versammlung machte einmal mehr deutlich: Internationale Freundschaften entstehen durch Begegnungen – und genau dafür steht der Partnerschaftsverein Weilrod seit vielen Jahren.
Bild: Gemeinde Weilrod
(v.l.n.r.): Christian Hübschen, Mathias Habermann, Bürgermeister Götz Esser, Jörg Hill, Carola Müller, Dominik Euler, Armin Hasselbächer, Isabelle Rumpf, Matthias Rumpf (Vors. Gemeindevertretung). Es fehlen Martina Humez und Sylvia Knickmann
