Einwohner

Hauptwohnsitz: 1027
Nebenwohnsitz: 26
Insgesamt:

1053

 

Wasserhärte: weich

Dt. Härtegrade  7  dH
Calciumcarbonat 1,25  mmol/l
pH-Wert 8,26  

Stand: Mai 2018

Riedelbach - Schriftlich kennt man das Dorf seit 1316, doch dürfte es nach seiner Namensform im Hochmittelalter (etwa zwischen 900 und 1200) entstanden sein. Riedelbach führte ein eher unspektakuläres Dasein, bis auf die üblichen Streitigkeiten mit den Nachbargemeinden, wie etwa um den Weidegang. Wie vielen anderen Dörfern auch, machte Riedelbach der Dreißigjährige Krieg stark zu schaffen, die Einwohnerzahlen gingen drastisch zurück. Von 170 Menschen im Jahre 1615 lebten nur 25 Jahre später ganze 30 Bürger im Dorf. Heute ist von dem Einbruch nichts mehr zu spüren: über 1000 Menschen leben heute dort. Daran ist jedoch die spezielle Infrastruktur in diesem Teil des mittleren Weiltals nicht ganz unschuldig. Denn war Rodylnbach, wie es noch 1394 genannt wurde, eines der letzten Dörfer in diesen Breitengraden, das einen ortseigenen Schulunterricht organisieren konnte, so hat Riedelbach in Sachen Schulbildung mit der Haupt- und Realschule, die in ein neues, hochmodernes Schulgebäude umgezogen ist, und mit der Grundschule Am Sommerberg sein Nachzügler-Image schon sehr lange abgeschüttelt. Längst vergessen sind da die Zeiten um 1835, als der erste Riedelbacher Schullehrer im alten Rathaus, genau über dem Gemeindebackofen, rund 40 Kinder unterrichtete unhaltbare Zustände, weshalb man 1842 das neue Schulgebäude, der heutige Kindergarten, einweihte. Und weil die Schule bereits in den 1960er Jahren Kinder auch aus den umliegenden Gemeinden aufnahm, wuchs im Dorf eine Schule mit Zentralfunktion. Heute gibt es in Rottelbach - so hieß der Ort 1520 - im Kindergarten neben einer Waldgruppe auch eine Ganztagsbetreuung und die Möglichkeit, Hosenmatze ab 18 Monaten dort anzumelden. An beiden Schulen können die Schüler in der pädagogischen Nachmittagsbetreuung bis 15.20 Uhr betreut werden. Da ist ein wichtiger Schritt in Richtung Ganztagsschule bereits vollzogen. 

Und oberhalb der beiden Schulen, ganz in der Nähe des Segelflugplatzes und der mittelalterlichen Rennstraße, hat sich die ökologisch bedeutsame Riedelbacher Heide mit dem größten Wachholderbestand im Hintertaunus erhalten.

Quelle: Martha und Rudi Kaethner

Sehenswürdigkeiten

Max-Ernst-Schule

Im Nordwesten von Riedelbach befindet sich die Max-Ernst-Schule der Gemeinde Weilrod. Diese ist eine Haupt- und Realschule mit angeschlossener Nachmittagsbetreuung. Im Jahr 1967 wurde das Schulzentrum „Weil-Ems“ mit einer Grund-, Hauptschule mit Förderstufe und einer Turnhalle gebaut. Von 2005 bis 2008 wurden umfangreiche Erweiterungs- und Umbauten am Gebäudekomplex durchgeführt. Am 6. September 2008 fand die offizielle Einweihungsfeier der neuen Schule und die Namensänderung der Haupt- und Realschule in „Max-Ernst-Schule“ statt.

Grundschule am Sommerberg

Die Grundschule wurde im Jahr 1967 als Schulzentrum „Weil-Ems“ gebaut. Im Jahr 1972 wurde diese selbständig. 1995 wurde mit dem Erweiterungsbau begonnen und 1997 erfolgte die Einweihung und neue Namensgebung für die Mittelpunktgrundschule Riedelbach. 2000 wurde die neue Sporthalle eingeweiht und seit 2007 wurde ein pädagogisches Nachmittagsprogramm eingeführt. Das Einzugsgebiet der Grundschüler reicht von den Orten Altweilnau, Finsternthal, Mauloff, Neuweilnau, Riedelbach (alle Gemeinde Weilrod), Hunoldstal, Brombach, Treisberg (alle Gemeinde Schmitten) und aus dem angrenzenden Rheingau-Taunus-Kreis mit den Orten Niederems, Reichenbach, Steinfischbach und Wüstems (alle Gemeinde Waldems).

Evangelische Pfarrkirche

Der einfache kleine Saalbau wurde Ende des 17. Jahrhunderts errichtet. Die Orgel stammt von 1858.

Riedelbacher Heide

Oberhalb des Dorfes, in der Nähe des Riedelbacher Segelflugplatzes und der Rennstraße, hat sich die bedeutsame Riedelbacher Heide mit dem größten Wacholderbestand im Hintertaunus erhalten. Von dort hat man einen guten Fernblick auf den Pferdskopf. Die Riedelbacher Heide dient im Sommer sowie im Winter als Treffpunkt der Riedelbacher Jugend.

Segelflugplatz

Nördlich des Ortes befindet sich das Segelfluggelände Riedelbach (514 m MSL). Das Gelände ist damit eines der am höchsten gelegenen Fluggelände Hessens. Der Platz wird betrieben vom Sportfliegerclub Riedelbach e.V.

Dort findet in der Mehrheit Segelflugbetrieb mit den vereinseigenen Segelflugzeugen sowie dem vereinseigenen Motorsegler statt. Der Platz hat zum Windenstart eine Seilwinde vom Typ "Tost", die über rund 1000 m Seilauszug verfügt.

Luftaufnahme

Rapsfeld oberhalb von Riedelbach

Fahrradtrial

Bettenralley

Kirche zur Kirschblüte

Blick auf Riedelbach

Riedelbacher Heide im Winter

DGH Riedelbach


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Gemeinde Weilrod
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61276 Weilrod

Stand

Februar 2018
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