Geheimnisvoll und einsam erzählt die Ruine von längst vergangenen Zeiten. Denn genauso wie Treisberg gehörte auch er im 13. Jhd. zum eppsteinischen Besitz, der sich bis nach Steinfischbach ausdehnte, und avancierte in dieser Zeit sogar zum Vorort dieses Besitztums.
Und weil die Endung „…stein“ immer auf eine Befestigung hindeutet, wäre es durchaus möglich, es hier mit einem Stützpunkt der Herren von Eppstein zu tun zu haben, aus dem sich bis Ende des 16. Jhd. eine recht große Wallfahrtskirche entwickelte. Nachdem 1535 der letzte männliche Erbe des Hauses Eppstein gestorben war, verfügte zwar das Erzbistum Trier über das kleine Gebiet, doch die Reformation, die bereits 1527 mit einer einschlägigen Predigt im Neuweilnauer Schloss den großen religiösen Umbruch ankündigte, ließ die Bedeutung des Landsteins als Wallfahrtskirche gänzlich verblassen. Am Ende wurde die Kirche aufgehoben, Gottesdienste fanden dort nicht mehr statt. Von der kleinen Siedlung, die sich dort ebenfalls breit gemacht hatte, blieb nur noch die Mühle übrig. Sie wurde, genau wie der Landstein, im 30-jährigen Krieg zerstört. Doch nur sie wurde später auch wieder aufgebaut. Der Landstein hingegen blieb eine Ruine und lieferte das Baumaterial für die Usinger Laurentiuskirche. In unmittelbarer Nähe der B275 gelegen, kann er jederzeit besichtigt werden.
Quelle: Martha und Rudi Kaethner |