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| Wie ein Wahrzeichen thront die Ruine der mittelalterlichen Burg über dem beginnenden mittleren Weiltal und zeugt von längst vergangenen Zeiten: der Bergfried der alten Burg zu Altweilnau hat trotz einer zuweilen bewegten Geschichte die Jahrhunderte überdauert. Heute ragt er aus den Burgruinen empor.
Heute noch gut erhalten und zu besichtigen ist der runde Bergfried mit einem Durchmesser von 26 Metern und einer Aussichtsplattform, die einen herrlichen Rundblick auf das Weiltal freigibt. Auch Teile der Ringmauer aus Grauwackenschiefer und ein gut erhaltener Torturm mit Walmdach aus dem Jahre 1340 gehören zu den Sehenswürdigkeiten. Lage: Altweilnau, 390 Meter über N.N.
Besonderheiten: Zur nach allen Seiten offenen Aussichtsplattform gelangt man über einen alten Steinaufgang und eine gusseiserne Wendeltreppe. Die Reste der Burganlage sind Teil des reizvollen alten Ortskerns, dessen historische Fachwerkhäuser, viele davon aus dem 16. Jahrhundert, ein absolutes Muss für Besucher darstellen. Panorama: Bei guter Fernsicht sind der Treisberg, Pferdskopf und Hexentisch, die Ortsteile Riedelbach, Neuweilnau mitsamt Nassauer Schloss und natürlich das idyllische Altweilnau sowie das Weiltal zu sehen.
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Untersuchungen im Inneren des Bergfrieds zufolge muss er Teil einer Festungsanlage gewesen sein, deren erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen Wilnawe auf 1208 datiert ist. Gebaut wurde sie wahrscheinlich um 1203/1204 von den Grafen von Diez und erlangte um 1335 sogar zentralörtliche Bedeutung. Allerdings setzten ihr die Kriegswirren des 30-jährigen Krieges stark zu. Nicht selten musste sie als Steinbruch für die damaligen Häuslebauer herhalten. Dass die Burg bis mindestens 1563 bewohnt wurde, gilt als sicher. Denn in diesem Jahr wurden Schlüssel für einige Türen hergestellt, darunter für „die Junkerkammer, die gewelbte Stubbe, des gnädigen Herrn Gemach, die Schneiderei und des Speisemeisters Kammer“.