Rentmauer - Ringanlage aus keltischer Vorzeit PDF Drucken E-Mail

22.

Aug

2008

Besiedelt, das belegen jedenfalls entsprechende Funde, war der Taunus bereits zur Bronzezeit - wenn auch recht spärlich. Erst die Kelten hinterließen eine heute noch bestehende menschliche Siedlungsspur: die sogenannte Rentmauer, eine etwa 2500 Jahre alte keltische Ringwallanlage, die man sich in Rod an der Weil noch anschauen kann. Ihr dürfte in der damaligen Taunus-Einöde eine strategische Aufgabe zugekommen sein und ist möglicherweise als Vorposten zu den keltisch sicher bestimmten Festungsanlagen des Vordertaunus, wie Altkönig oder Goldgrube, zu sehen. Erstmals beschrieben wurde sie 1849 im „Frankfurter Konservationsblatt“: „Rechts an dem Wege, der von Usingen über Niederlauken nach Rod an der Weil führt […], findet sich ein […] Ringwall, die Rentmauer genannt. Die äußere Höhe des Steinwalls beträgt 5 bis 6 Fuß, die innere aber 2 bis 3 Fuß. Das ganze bildet ein längliches rechtwinkliges Viereck, wovon die südliche Seite 149, die südwestliche 100, die nordwestliche 104 mit einer Öffnung von 45 und die nordöstliche wieder 110 Schritte lang ist. Ein Drittel nach Nordosten ist durchgeschnitten und dieser nordöstliche Wall hat äußerlich eine Höhe von 8 und innerlich von 12 Fuß.“

Quelle: Rudi und Martha Kaethner